Best Student Poster Award auf der COLA 2026

Vom 14. bis 18. September 2026 kamen in Vilnius (Litauen) Forschende aus aller Welt zur International Conference on Laser Ablation (COLA) 2026 zusammen. Die Tagung gilt als wichtiges Forum für alle, die sich mit den physikalischen Grundlagen und den Anwendungen der Laserablation beschäftigen. Das Laserinstitut Hochschule Mittweida (LHM) war mit drei Teilnehmern vertreten, die insgesamt vier Posterbeiträge und einen Vortrag präsentierten.

Best Student Poster Award

Besonders erfolgreich war die Tagung für Doktorand Markus Olbrich. Er hielt einen Vortrag mit dem Titel "Effects of shielding and re-deposition mechanisms during GHz double-pulse irradiation of a thin gold film". Darin ging es um die Frage, wie sich Abschirmungs- und Wiederabscheidungsmechanismen auswirken, wenn dünne Goldschichten mit Doppelpulsen im GHz-Bereich bestrahlt werden. Beide Effekte sind entscheidend dafür, wie effizient und kontrollierbar der Materialabtrag bei hohen Pulsfolgefrequenzen ist.

Zusätzlich präsentierte er noch ein Poster mit dem Titel "Gentle and strong ablation explained by time-resolved imaging interferometry". Es zeigt, wie sich mithilfe zeitaufgelöster bildgebender Interferometrie die dabei stattfindenden physikalischen Prozesse der unterschiedlichen Abtragsmechanismen unmittelbar beobachten und besser verstehen lassen. Für dieses Poster erhielt er den 1. Platz beim "Best Student Poster Award". Wir gratulieren herzlich zu dieser Auszeichnung, die die Qualität der Arbeit in einem stark besetzten, internationalen Teilnehmerfeld bestätigt.

Silizium im Fokus

Dr. Andy Engel stellte zwei Poster zur Wechselwirkung von ultrakurz gepulster Laserstrahlung mit einkristallinem Silizium vor. Der Werkstoff ist für die Halbleiter- und Mikrosystemtechnik zentral. "Ablation and irreversible material changes of single-crystalline silicon irradiated with ultrashort pulsed laser radiation" behandelte den Materialabtrag sowie die dauerhaften Veränderungen, die das Material durch die Bestrahlung mit der Laserstrahlung erfährt. "Investigating the dynamics of laser-matter interaction of monocrystalline silicon upon ultrashort pulsed laser irradiation" widmete sich den zeitlichen Abläufen der Wechselwirkung, also dem, was in den ersten Momenten nach dem Auftreffen des Laserpulses im Material geschieht. Beide Beiträge ergänzen sich: Sie verbinden die Frage, was nach der Bestrahlung zurückbleibt, mit der Frage, wie es dazu kommt.

Funktionale Oberflächen

Andreas Gruner präsentierte ein Poster mit dem Titel "Fabrication of Riblet Structures via Direct Laser Writing for Enhanced Hydrodynamic Efficiency in Pipe Flow". Riblets sind feine, in Strömungsrichtung ausgerichtete Rillenstrukturen, die den Strömungswiderstand an Oberflächen verringern können. Das Poster zeigte, wie sich solche Strukturen mittels Direktschreiben mit dem Laser fertigen lassen, um die hydrodynamische Effizienz in Rohrströmungen zu steigern. Hierbei konnten Effizienzsteigerungen nahe dem theoretischem Maximum erreicht werden. Der Beitrag steht beispielhaft für den Transfer der Forschung am LHM hin zu praxisrelevanten Lösungen: Aus Erkenntnissen der Forschungsarbeit entstehen laserbasierte Oberflächenstrukturen, die die Energieeffizienz von Strömungssystemen verbessern und so zu einem nachhaltigeren Betrieb beitragen.

Weitere Informationen finden Sie in der News der Hochschule Mittweida.