Laserinstitut Hochschule Mittweida

Der Schwerpunkt der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung am Laserinstitut Hochschule Mittweida (LHM) liegt in den Bereichen Lasernano- und -mikrobearbeitung, Hochrate-Laserbearbeitung, Laserpulsabscheidung (PLD), Additive Fertigung und Lasermakrobearbeitung. Weitere Forschungsfelder sind die Lasermesstechnik, die Modellierung und Simulation von Laserprozessen sowie die Laseranlagen- und -prozessentwicklung. An der Forschung sind 6 Professoren und 1 Stiftungsprofessor sowie derzeit 40 Mitarbeiter und zahlreiche Studierende beteiligt.

Besondere Highlights sind die Entwicklung von Verfahren, Anlagen und Komponenten zum Rapid Microtooling, z.B. zur Additiven Fertigung im Mikrobereich mittels 3D-Druck aus Metall und Keramik oder zum Mikrostrukturieren mittels UKP-Lasern sowie insbesondere zur Abscheidung von superharten Schichten mittels PLD und zur Hochrate-Laserbearbeitung. Die Hochrate-Laserbearbeitung ermöglicht die superschnelle Werkstoffbearbeitung. So kann Blech mittels Laser in Sekundenbruchteilen getrennt werden, wobei die Fertigung im Vergleich zum normalen Stanzen in Bezug auf die wählbare Formenvielfalt deutlich flexibler ist. Durch Nutzung eines am Institut entwickelten neuartigen Polygonspiegelscanners können Oberflächen einerseits extrem schnell auch mit hohen Laserleistungen beaufschlagt, z.B. zum Laserreinigen, und anderseits auch sehr genau strukturiert werden, z.B. mit ultrakurzen Pulsen. Produkte sind so schneller herstellbar und die Kosten sinken. Bei der Forschung im Bereich Lasernano- und -mikrobearbeitung geht es z.B. um neue mikroelektronische Bauteile in kleinsten Dimensionen. Ebenso wird an neuen Technologien zur Herstellung von Werkzeugen mit mikrostrukturierten, superharten Oberflächen gearbeitet, wodurch diese besonders verschleißfest und langlebig sind.

Mit der umfangreichen Ausstattung an Laseranlagen am LHM können Untersuchungen und Entwicklungen zu nahezu alle gängigen Laserverfahren durchgeführt werden. Als Besonderheit existieren 10 verschiedene UKP-Laserquellen mit hoher Pulsleistung oder mit extrem hoher mittlerer Leistung. Ein Monomode-Faserlaser mit einer cw-Leistung von 10 kW ist ein weiteres Highlight im Laserpark des Institutes. 2016 konnte mit der Unterstützung durch das Bund-Länder-Programm zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen ein neues Institutsgebäude mit einer Forschungsfläche von mehr als 2.500 m² bezogen werden. Auch durch diese Förderung der Mittweidaer Laserforschung gehört das LHM auf seinem Spezialgebiet mittlerweile zu den leistungsfähigsten Hochschuleinrichtungen in Deutschland.

 

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