Die Messtechnik spielt im Bereich der Lasertechnologien eine zentrale Rolle. Sie ist notwendig, um lasergestützte Prozesse zu analysieren, zu präzisieren sowie zu überwachen. Außerdem kann die Laserstrahlung als Werkzeug zur Messung vieler physikalischer Größen eingesetzt werden. Beide Möglichkeiten, die Messung von Laserstrahlung bzw. lasertechnischen Größen und die Messung mit Laserstrahlung sind Kompetenzen des LHM.


Die genauen Kenntnisse über die physikalischen Vorgänge während der Lasermaterialbearbeitung bilden eine wesentliche Grundlage für die Neu- bzw. Weiterentwicklung von Laserapplikationen. Da viele Laserprozesse sehr lokal und hochdynamisch ablaufen, sind in der Regel sowohl räumlich als auch zeitlich hochauflösende Messverfahren notwendig. Die gewonnen Messdaten können darüber hinaus zur Überwachung oder zur Qualitätssicherung von Laserverfahren verwendet werden.

Der Bereich Strahlanalyse besteht aus zwei Teilgebieten. Der erste Bereich umfasst die vollständige Vermessung und Beschreibung des Werkzeugs „Laserstrahlung“, welche für die Reproduzierbarkeit von Laserapplikationen absolut notwendig ist. Der zweite Teil beinhaltet das Themengebiet der Diffraktometrie. Dabei wird die wellenoptische Eigenschaft der Beugung von Laserstrahlung zur Charakterisierung von strahlformenden Komponenten, insbesondere von diffraktiven optischen Elementen, genutzt.

Die optischen Eigenschaften von Oberflächen, dünnen Schichten sowie Volumenkörpern bestimmen primär den Wechselwirkungsprozess zwischen Laserstrahlung und Materie. Da die optischen Eigenschaften vieler Materialien unbekannt sind, ist bei Bedarf deren messtechnische Ermittlung notwendig. Am LHM stehen verschiedene Methoden und Anlagen zur Verfügung, um das Absorptions-, Reflexions-, Transmissions- und Streuvermögen sowie die Laserfestigkeit von Probekörpern zu bestimmen.