Die Verwendung von Laserstrahlung ermöglicht den gezielten Eintrag von Energie. So kann ein Werkstück selektiv und hochpräzise bearbeitet werden. Außerdem macht die Anpassungsfähigkeit des Bearbeitungsprozesses bei wechselnden Aufgabenstellungen den Laser zu einem der flexibelsten Werkzeuge für die Materialbearbeitung. Am LHM wird diesbezüglich die gesamte Bandbreite erforscht und weiterentwickelt, von der Modifizierung von Nano-Schichten bis hin zum ultraschnellen Bearbeiten von Bauteilen der Makro-Welt.


Die präzise Bearbeitung von Werkstücken im Mikro- bzw. Nanometerbereich gewinnt in unserer kompakten, miniaturisierten Technikwelt immer mehr an Bedeutung. Den Anforderungen dieser Technologie genügen nur wenige physikalische Verfahren. Eines davon ist die Lasermaterialbearbeitung. Sie bietet die Möglichkeit, Bauteile im µm- und teilweise im nm-Bereich zu modifizieren, abzutragen oder generieren zu können. Vor allem die Lasermikromaterialbearbeitung ist eine Kernkompetenz des LHM mit mehrjähriger Erfahrung.

Dank der technologischen und ökonomischen Weiterentwicklung der letzten Jahre, erobert der Laser ständig neue Einsatzfelder in der Makro-Welt der Materialbearbeitung. Insbesondere dort, wo Flexibilität, Präzision und Automatisierbarkeit gefragt sind, besitzen Lasertechnologien viele Vorteile gegenüber konventionellen Technologien. Am LHM stehen eine Reihe unterschiedlicher Laseranlagen zur Verfügung, um bestehende Laserverfahren im Makro-Bereich untersuchen und verbessern zu können sowie neue Applikationen zu entwickeln.

Mit den Verfahren der Lasermaterialbearbeitung werden im Allgemeinen hohe Prozessgeschwindigkeiten verbunden. Um diese noch weiter zu steigern, ohne auf die anderen Vorteile der Lasertechnologien zu verzichten, sind neue Strategien und extrem leistungsfähige Technik notwendig. Am LHM werden solche Hochrate-Laserverfahren entwickelt, mit dem Ziel, die Grenzen der technischen Machbarkeit möglichst weit an das physikalische Limit des Laserprozesses anzunähern.

Der Einsatz von Lasertechnik bietet verschiedene Möglichkeiten, um funktionelle Schichten bzw. Schichtsysteme mit besonderen physikalischen Eigenschaften auf der Oberfläche von Werkstücken herzustellen. Am LHM werden diesbezüglich vor allem die lasergestützte Schichtabscheidung (PLD) und das Laserauftragschweißen untersucht und angewendet. Je nachdem, welches der beiden Verfahren eingesetzt wird, liegen die Schichtdicken im Bereich von wenigen Nano- oder Mikrometern bis hin zu einigen Millimetern.