Um neue Applikationen entwickeln zu können bzw. um bestehende Verfahren immer weiter zu verbessern, sind innovative Laseranlagen notwendig, welche die verfahrensspezifischen Anforderungen der Lasermaterialbearbeitung erfüllen. Aufgrund der gesammelten Erfahrungen und des vorhandenen Wissens im Bereich der Lasertechnik, erfolgen am LHM die Konzeption, Konstruktion und Aufbau dieser Anlagen sowie die Entwicklung spezieller Anlagenkomponenten, wie beispielsweise Laserstrahlquellen oder Laserschutzeinhausungen.


Um die vielfältigen Forschungsarbeiten am LHM durchführen zu können, wird die entsprechende Anlagentechnik benötigt. Aus diesem Grund werden einzelne Anlagenkomponenten und bei Bedarf komplette Anlagensysteme am LHM konzipiert, konstruiert und aufgebaut. Dabei kann die „Hardware“ direkt auf die Bedürfnisse und Erfordernisse der jeweiligen Forschungsaufgaben angepasst und modifiziert werden um optimale Arbeits- und Forschungsbedingungen zu schaffen.

Die Laserquelle ist der „Motor“ einer jeden Laseranwendung. Was mit dem Rubinlaser in den 1960er Jahren, als Erfindung ohne Anwendung begann, ist heute eines der vielfältigsten High-Tech-Werkzeuge überhaupt. Um neue Einsatzfelder zu erschließen bzw. um bestehende Laserapplikationen optimieren zu können, werden am LHM spezielle, faserbasierte Laserquellen entwickelt. Die primären Ziele der Forschungsarbeit bestehen dabei in der schnellen Strahlschaltung und der gezielten Pulsformung.

Die Integration von Lasertechnik in einzelnen Werkzeugmaschinen oder ganzen Fertigungslinien ist nur dann sinnvoll und erfolgreich, wenn die Umgebung sowie vor- und nachgelagerte Fertigungsschritte an die Ansprüche der Lasertechnik angepasst sind oder die Lasertechnologie selbst an vorhandene Bedingungen angepasst werden kann. Am LHM sind diesbezüglich umfangreiche Erfahrungen zum Thema Anforderungen und Möglichkeiten der Laserintegration vorhanden.

Die hochbrillante Laserstrahlung moderner Laseranlagen bringt den Vorteil, hohe Strahlleistungen über große Entfernungen auf einen kleinen Fleck fokussieren zu können. Nur dadurch sind Remote-Laserprozesse, mit weitem Arbeitsabstand möglich. Die gute Fokussierbarkeit birgt jedoch das Risiko, dass die Laserstrahlung nicht nur das Werkstück bearbeitet, sondern auch umliegende Maschinenkomponenten schädigt und sogar direkt Menschen gefährden könnte. Um das zu verhindern, sind sichere Laserschutzmaßnahmen notwendig.