Ausgründung aus dem Laserinstitut Hochschule Mittweida: Startup MOEWE Optical Solutions GmbH geht mit Hochgeschwindigkeits-Laser-Scannern auf den Markt

14.05.2019 - Kategorie: Laserinstitut

Laser-Kompetenz aus Mittweida wird nun mit einem weiteren Namen verknüpft: Seit April bietet die MOEWE Optical Solutions GmbH Polygonscanner mit hoher Leistung an. Das Unternehmen hat sich im vergangenen Jahr mit Unterstützung der Hochschule aus dem Laserinstitut Hochschule Mittweida als Hightech-Startup ausgegründet.

MOEWE steht für Mittweidaer OptoElektronische Werkstätten. Das Unternehmen beschäftigt sich primär mit dem Bau von Polygonspiegelscannern, wie sie für die präzise Hochgeschwindigkeitslaserbearbeitung benötigt werden. Die Mittweidaer Geräte zeichnen sich durch eine große Apertur, sehr kompakte Bauweise und hohe optische Robustheit aus, die durch eine patentierte Laserstrahlführung und -umlenkung erreicht werden. Durch Integration modernster parallelarbeitender Rechentechnik in Verbindung mit selbstadaptierenden Algorithmen können sehr hohe Genauigkeiten bei der Laserbearbeitung und eine Echtzeitsynchronisation auf externe und bewegte Koordinatensysteme angeboten werden. Der Scanner ist nicht viel größer als am Markt verfügbare Galvanometerscanner und kann dennoch vielfach höhere Laserleistungen mit sehr hohen Geschwindigkeiten bis zu einigen km/s ablenken.

Der Grundstein für diese Entwicklung wurde bereits vor über zehn Jahren am Laserinstitut Hochschule Mittweida gelegt. In der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Innoprofile-Nachwuchsforschergruppe "Rapid Microtooling mit laserbasierten Verfahren" beschäftigten sich die Mittweidaer Nachwuchswissenschaftler und heutigen Firmengründer Prof. André Streek als Haupterfinder des Polygonspiegelscanners sowie Entwicklungsingenieur Sascha Klötzer und Projektmanager Robby Ebert mit schnell abgelenkter brillanter Laserstrahlung und den daraus erwachsenden Möglichkeiten für eine Hochgeschwindigkeitslaserbearbeitung bei sehr hoher Laserleistung. Die am Markt verfügbaren Scanner konnten die Geschwindigkeiten und die Genauigkeitsanforderungen nicht erfüllen. So begann die mehrjährige Entwicklung eigener Hochleistungsscangeräte. Im Jahr 2016 waren erste industrienahe Prototypen des Polygonscanners verfügbar und es zeigte sich ein reges Interesse seitens der laserbearbeitenden Industrie.

Weitere Informationen finden Sie in der News der Hochschule Mittweida und unter www.moewe-optik.de.